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Klaus Blaser, Aufmerksamkeit und Begegnung: Zwischen-

menschliches Aufmerksamkeitsrepertoire, Ich-Grenzen und

die Kunst des Zusammenseins

Asanger Verlag, Kröning, 2012

Die Ressource „Aufmerksamkeit“ ist begrenzt, das Streben nach

Aufmerksamkeit wird zunehmend wichtig. Wo sind wir mit unserer

Aufmerksamkeit, wenn wir einem Menschen begegnen? Sind wir bei uns,

bei unserem Gegenüber oder sogar an einem dritten Ort?

Klaus Blaser beschreibt präzise unser zwischenmenschliches

Aufmerksamkeitsrepertoire und zeigt auf einleuchtende Art und Weise auf,

wie wir die interpersonelle Wahrnehmung vergegenwärtigen können.

Dabei unterscheidet er zwischen sechs Formen der Selbst- und acht Formen

der Fremdwahrnehmung. Überzeugend legt er dar, welche bestimmende

Rolle die Ich-Grenze in der Begegnung zwischen einem Ich und einem Du spielt.

Dieses Grenzbewusstsein ist der Schlüssel zu einem neuen Verständnis

des Zusammenseins.

Klaus Blasers Überlegungen sind wichtig für die Erforschung des sozialen

Verhaltens. Seine Arbeit ist nicht nur impulsgebend für Neurobiologen,

Soziologen und Psychotherapeuten, sondern regt jeden Leser an, sein

eigenes zwischenmenschliches Aufmerksamkeitsmuster zu ergründen.